Telematik Infrastruktur (TI)

Telematik Infrastruktur

Das E-Health-Gesetz – die Basis für die Telematikinfrastruktur (TI)

Das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)" hat das Ziel, die Informations- und Kommunikationstechnologie in der Gesundheitsversorgung zu etablieren. Dadurch soll die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung weiter verbessert werden: Zukünftig sollen alle Akteure des Gesundheitssystems durch eine Telematikinfrastruktur (TI) miteinander vernetzt sein. Anwendungsmöglichkeiten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) oder der Telemedizin sollen weiter ausgebaut werden. Die Einführung und Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur und der eGK ist Aufgabe der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, kurz gematik. Gesellschafter der gematik sind die Verbände von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Apotheken sowie die Krankenkassen.

Wichtige Eckdaten des E-Health-Gesetzes:

  • Seit 1. Oktober 2016: Versicherte, die drei und mehr auf Kassenrezept verordnete, systemisch wirkende Medikamente dauerhaft gleichzeitig anwenden, haben Anspruch auf einen Medikationsplan.
  • Seit 1. Januar 2017: Förderung des eArztbriefes bis Ende 2017, danach Neuverhandlung.
  • Seit 1. April 2017: Vergütung von Telemedizinkonsilen bei der Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen.
  • Ab 1. Juli 2017: Förderung von Videosprechstunden.
  • Ab 1. Januar 2018: Speicherung von Notfalldaten auf der eGK.
  • Ab 1. Juli 2018: Ärzte und Psychotherapeuten sind gesetzlich zur Prüfung der Versichertenstammdaten auf der eGK verpflichtet (VSDM).
  • Ab 2019: Elektronische Patientenakte und elektronisches Patientenfach.


Online-Dienste im Gesundheitswesen
Über kurz oder lang führt kein Weg an der weiteren elektronischen Vernetzung im Gesundheitswesen und damit an der Telematikinfrastruktur vorbei. Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt Aufwand und realer Nutzen durchaus kritisch bewertet werden können – es ist absehbar, dass sich diese Relation positiv entwickelt, sobald das System tatsächlich im Einsatz ist.
Um eine Praxis mit der TI zu verbinden, sind diverse technische Gerätschaften erforderlich: Konnektor, eHealth-fähiges Karten-Lesegerät, SMC-B Karte, Heilberufe-Ausweis. Für Beschaffung und Einrichtung der stationären Geräte ist eine Finanzierung von bis zu 4.825 € vorgesehen, für den laufenden Betrieb eine Pauschale von ca. 300 € pro Quartal. Die genaue Höhe ist vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und Anzahl der Vertragsärzte pro Praxis abhängig.

Hinweise zur Kostenerstattung durch die KV Berlin
Für den in einer Praxis benötigten TI-Konnektor gibt es voraussichtlich ab Ende 2017 eine - zumindest minimale - Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Anbietern.
Ab 1. Juli 2018 droht der Gesetzgeber mit 1 % Honorarabzug, wenn eine Praxis das elektronische Versicherten-Stammdaten-Management (VSDM) nicht bedienen kann – die automatische Prüfung und Aktualisierung der Patienten-Stammdaten auf der eGK durch die jeweilige Kasse. Dafür ist der Zugang zur TI notwendig. Eine Verlängerung dieses Termins steht jedoch derzeit im Raum: Der einprozentige Honorarabzug bei Nichtteilnahme am VSDM könnte somit nicht schon am 01.07.2018 drohen, sondern erst ab 2019. Wer bereits das bestehendes Online-Angebot der KV Berlin nutzt, erhält hier Hilfestellung für die Planung des Schrittes in die TI.

So profitieren Sie als Arzt und Zahnarzt.
Die Spitzenorganisationen der Leistungserbringer und die Krankenkassen haben im Rahmen des E-Health-Gesetzes Finanzierungsvereinbarungen zu schließen.
Im Einzelnen wurden folgende Erstattungsbeiträge vereinbart:

  • Anschaffung eines Konnektors, mit Funktion für qualifizierte elektronische Signatur: 2.620 Euro. Dieser Betrag gilt für das dritte Quartal 2017; in den drei Folgequartalen sinkt dieser Betrag um jeweils 10% (also Q4 2017 bis Q2 2018), wobei jeweils der Zeitpunkt der Installation in der Arztpraxis ausschlaggebend ist.
  • Erstattungsbetrag Stationäres Kartenterminal: 435 Euro.
  • Erstattungsbetrag Mobiles Kartenterminal: 350 Euro.

Hinzu kommt noch eine Startpauschale von einmalig 900 Euro sowie Beträge für den laufenden Betrieb. Gut zu wissen: Die Fördersumme wird immer in vollem Umfang pauschal nach Installationsquartal und Praxisgröße bezahlt – unabhängig von der real installierten Anzahl der Komponenten.

logo

CoSi medical IT GmbH
In den Käppeleswiesen 7
72488 Sigmaringen
Tel: +49 7571 - 733 0
www.cosinet.de

Copyright © CoSi medical IT GmbH - www.cosinet.de

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok